Lernen 4.0: Künstliche Intelligenz in der Bildung (Teil 1)

Wie kann KI dem Ökosystem Bildung helfen? Was könnte KI in Lernmanagementsystemen möglicherweise bewirken? Die Möglichkeiten sind endlos, und einige von ihnen wurden von Maschinen erfunden...

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass Automatisierung und künstliche Intelligenz unser Leben einfacher machen, Dienstleistungen beschleunigen und menschliche Fehler reduzieren. Wie zu erwarten war, wird auch im Bildungsbereich KI in verschiedenen Bereichen eingesetzt, wobei viele Vorteile bereits realisiert wurden und weitere zu erwarten sind.

Es wird erwartet, dass bis 2024, 47% aller Lernmanagement-Plattformen werden KI-Funktionen enthalten

 

Was genau ist KI und maschinelles Lernen?

KI ist ein umfassender Begriff, der die Programmierung von Maschinen, Robotern und Geräten zur Bewältigung von Aufgaben umfasst, die normalerweise mit menschlicher Intelligenz erledigt werden. So sind zum Beispiel selbstfahrende Autos und Schachspielprogramme ein Produkt der KI. 

Im Rahmen der künstlichen Intelligenz geht es um maschinelles Lernen, eine Konzentration, bei der Muster und frühere Daten eingespeist werden, um den Maschinen beizubringen, wie sie bestimmte Aufgaben erledigen sollen, und sogar um aus Erfahrungen zu lernen, so dass neue, unerwartete Fähigkeiten entdeckt werden können. 

Gemeinsam verändern KI und maschinelles Lernen die Bildungslandschaft!

Eine auf Sie zugeschnittene Ausbildung

Lassen Sie uns eines klarstellen: KI ist nicht dazu gedacht, Lehrer und Tutoren zu ersetzen. Eine effektive Ausbildung durch Menschen erfordert immer noch praktisches Lernen und ein gewisses Maß an menschlicher Interaktion. Stattdessen verbessert die KI die Lernerfahrung.

Einer der größten Vorteile von KI im Bildungsbereich ist die Personalisierung. Jeder einzelne Schüler ist einzigartig und lernt und behält Informationen auf unterschiedliche Weise. Manche lernen bei bestimmten Themen schneller als andere. Wenn ein Lehrer 30 Schüler hat, ist es schwierig, mit dem Lernfortschritt jedes einzelnen Schülers Schritt zu halten.

KI hilft bei der Priorisierung des Lernerfolgs durch Daten aus Anwesenheit, Engagement, Tests und Aufgaben. Durch die Analyse dieser Daten können sich Lernmanagementsysteme an die individuellen Lernmuster eines Schülers anpassen, schwierige Konzepte erkennen und die Lernpläne und Hausaufgaben so anpassen, dass sie den Lernbedürfnissen des Schülers entsprechen. 

Solche personalisierten Lernerfahrungen geben den Schülern das Gefühl, gehört und unterstützt zu werden, und das alles, ohne ein Wort zu sagen. Alles wird automatisch erledigt.

Hilfe nach der Schule

Die Superhelden, die wir Lehrer nennen, tun eine ganze Menge für ihre Schüler! Allerdings können sie nicht rund um die Uhr arbeiten. Die KI ist dazu da, die Lehrer zu entlasten und den Schülern nach Feierabend zu helfen.

Speziell für den Bildungsbereich entwickelte Chatbots sind die nächstbeste Alternative zur direkten Hilfe nach der Schule. Die Vorprogrammierung von Bots zur Beantwortung häufig gestellter Fragen spart nicht nur die Zeit und Energie der Lehrkräfte, sondern ermöglicht es den Schülern auch, jederzeit sofortige Hilfe zu erhalten. 

Nennenswerte Beispiele sind iTalk2Learneine in Europa erfundene KI-Plattform für Grundschüler. Die Entwickler speisen Transkripte und Lernpläne in die Plattform ein, die ihrerseits Antworten auf häufig gestellte Fragen liefert.

Gestaltung von alternativen Lehr- und Lernerfahrungen

KI hilft Pädagogen auch bei alltäglichen Aufgaben. Bestimmte Aufgaben wie die Benotung von Tests, die Abnahme von Prüfungen und die Erstellung von Lernplänen können jetzt automatisiert werden. Pädagogen setzen KI-Software ein wie CopyLeaks und Gradescope um Plagiate zu erkennen, die Benotung zu beschleunigen und die Entwicklung der Schüler zu bewerten.

Connect McGraw Hill, eine Bildungsplattform, die von mehr als 4 Millionen US-Studentenist ein großartiges Beispiel für die Integration von KI in die Bildung. Über die Plattform erhalten die Schüler zunächst Einführungsaufgaben, die auf ihre Stärken und Schwächen in einem Fach abzielen. Außerdem erhalten sie eine sofortige Benotung, Lehrbuchabschnitte, die erklären, warum die Antwort eines Schülers richtig oder falsch ist, und Zugang zu unbegrenzten Übungsaufgaben.

Eine bessere Zukunft für die Bildung

Von der Vereinfachung der Benotung bis zur Erstellung von Lernplänen, die speziell auf jeden Schüler zugeschnitten sind, macht KI die Bildung vielseitiger und für alle zugänglich. 

Da wir jedoch immer mehr Bildungsprozesse automatisieren, müssen wir uns auch der Nachteile bewusst sein, einschließlich der hohen Kosten der KI und des Verlusts von Arbeitsplätzen für Pädagogen.

In Zukunft sollten sich der Bildungs- und der Technologiesektor gezielt darauf konzentrieren, dieses Gleichgewicht herzustellen. Auf diese Weise wird sich der Prozess des Lernens und Lehrens zum Besseren verändern.

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